JORDANISCHER Nachrichtenbrief

Herausgegeben von der Botschaft des Haschemitischen Königreichs Jordanien - Berlin http://www.jordanembassy.de

 

 

 

Ausgabe Dezember 2003 - Januar 2004

 

Investing in Jordan
 
* Jordan Investment Board
* 10 reasons to invest in Jordan
* Aqaba Special Economic Zone
* Jordan – EU Association Agreement
* US - Jordan Free Trade Agreement
* Privatisation
* The Qualifying Industrial Zones (QIZs)
* Information Technology
* Cost of Doing Business in Jordan 
* Jordan Market Profile
* Main Economic Indicators

König hält in Davos eine Ansprache vor dem WEF und fordert Unterstützung für arabische Reformen 

Seine Majestät König Abdullah II wandte sich an internationale Führungpersönlichkeiten aus Politik und der Geschäftswelt und forderte diese zur Unterstützung weltweiter arabischen Reformbewegungen auf. Der König sagte, es sei für die Menschen in aller Welt wichtig zu verstehen, dass sich der Nahe Osten an einem Scheideweg befinde. “Die Probleme des Nahen Ostens sind sehr komplex und keineswegs einfach. Nun gibt es einen neuen und umfangreichen Appell, unterschiedliche politische, soziale und wirtschaftliche Reformen anzugehen“, sagte der König vor dem jährlichen Treffen des World Economic Forums 2004 in einer kurzen Frage&Antwort-Sitzung, die seiner Schlüsselrede am 23. Januar 2004 folgte.  

Er sagte, es gäbe für den Nahen Osten keine Hoffnung vorwärts zu kommen, wenn seine Länder den Prozess des Fortschritts verpassen. „Wenn wir den Anschluss nicht finden, liefern wir ein Argument für viele, die erwarten, dass wir uns nicht weiter bewegen“. In seiner Rede an die Teilnehmer des WEF, die sich unter dem Thema “Partnering for Prosperity and Security” versammelt hatten, sagte der König, es sei für die Internationale Gemeinschaft an der Zeit, den aufstrebenden moralischen Konsensus über globale Entwicklung und Sicherheit in „durchführbare und ernsthafte Leistung“ umzugestalten.  

The Role of the Jordanian Private Sector in the Reconstruction of Iraq

“Der gegenwärtige globale Dialog muss eine Partnerschaft werden für Aktionen, für einen neuen politischen Willen und für neue Mechanismen, die unsere Verpflichtungen real werden lassen“, betonte er. In seiner vierten Rede an die Jahresversammlung sagte König Abdullah II, Frieden, Unparteilichkeit und Gerechtigkeit seien entscheidend für die Sicherheit jeder Nation und die Grundlagen für eine offene, globale Gesellschaft. 

Der Monarch unterstrich die Notwendigkeit, das multilaterale politische System zu stärken, indem er betonte, internationale Strukturen sollten „stark genug“ sein, um Frieden zu vermitteln und Nationen aufzubauen. Er warnte jedoch, dass angestrebtes und verlangtes Wachstum und Stabilität im Nahen Osten und der gesamten Welt nicht erreicht werden können, solange das Kernproblem des Israelisch-Palästinensischen Konflikts nicht gelöst ist.  

“Jeder Tag der Verzögerung richtet in der Region und in der gesamten Welt Schaden an“, warnte er und erklärte, dass Familien und Gemeinschaften zerstört werden durch den anhaltenden Kreislauf der Gewalt, der alle Hoffnungen auf bessere Lebensbedingungen und eine bessere Zukunft zunichte macht. 

Der König warnte auch vor einem möglichen Schaden, der der Internationalen Gemeinschaft entsteht, wenn es nicht gelingt, einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. Er sagte, die Zukunft des Weltfriedens und die Glaubwürdigkeit der weltweiten Verpflichtung zu globaler Gerechtigkeit stünden auf dem Spiel. König Abdullah II gab zu verstehen, das der unvermeidbare Weg zum Frieden die Anerkennung der Resolutionen des Arabischen Gipfels und die von dem Quartett unterstützte „Roadmap“ erfordert. Die „Roadmap“ für den Frieden im Nahen Osten,  die offiziell von Palästinensern und Israelis auf dem Friedensgipfel im Juni des vergangenen Jahres in Aqaba gebilligt wurde, deren Gastgeber König Abdullah war, sieht die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mittels eines dreijährigen, in drei Stadien verlaufenden Prozesses bis zum Jahr 2005 vor.  

“Die Initiative sieht klare Prinzipien und Mechanismen für eine gerechte und dauerhafte Lösung vor: zwei gesicherte Staaten, Israels Rückzug aus den palästinensischen Gebieten und das Räumen der Siedlungen, zwei Hauptstädte in Jerusalem und eine einmütige Lösung des Flüchtlingsproblems“, betonte der König. 

Was die wirtschaftliche Dimension betrifft, so sagte der König, es läge in den Händen von Führungspersönlichkeiten von Weltformat, Geschäftsleuten und Experten, eine global wachsende Wirtschaft zu schaffen, die der jungen Generation beweist, dass dies eine Welt der Fairness, Offenheit und Hoffnung ist. „Die „Millenium Development Goals“ müssen mit neuen Bezugspunkten untermauert werden, um Fortschritt festzulegen, besseren und faireren Handel sicherzustellen und neue globale Bindungen zu schaffen“, sagte er in seiner 20minütigen Rede. Der erste regionale Statusbericht über den Fortschritt, den die arabischen Staaten in bezug auf die Erreichung der Ziele der „Millennium Development Goals“ erreicht haben, wird zur offiziellen Lancierung durch die UNDP im März in Amman fertiggestellt. “The Millennium Development Goals in Arab Countries — Towards 2015: Achievements and Aspirations” gibt einen Überblick über die Leistungen und bestehenden Herausforderungen, mit denen die Region bei der Erreichung von acht zeitgebundenen Zielen konfrontiert wird, die die grundsätzlichen Bestrebungen der Menschen nach einem besseren Leben beinhalten. 

Die Teilnahme Seiner Majestät am WEF bot dem Privatsektor in Jordanien eine gute Möglichkeit, das Forum als eine Plattform zu nutzen, um seine Leistungen und Pläne vorzustellen und seine Vorschläge für joint ventures mit bedeutenden internationalen Unternehmen auf Gebieten wie Tourismus, Luftfahrt, Informationstechnologie, Gesundheitswesen und Pharmazie sowie Ersatzteilen für Fahrzeuge zu unterbreiten. 

Am Rand der Forumssitzungen führte der König bilaterale Verhandlungen mit führenden Politikern, Wirtschaftsführern und Führungskräften weltweit bedeutender Unternehmen. Dazu gehörten auch der Präsident der Schweiz, der Kronprinz von Bahrain, der Außenminister von Qatar, der amerikanische Vizepräsident, Kanadas Premierminister, der Generaldirektor von Microsoft, der Präsident der Japanese International Cooperation Agency, der Geschäftsführer von Sessco Systems und viele andere. 

Experten auf dem Forum in Davos lobten Jordaniens Bildungsinitiative 

Seine Majestät König Abdullah II sagte auf dem Jahrestreffen 2004 des World Economic Forums, das vom 21. bis 25. Januar in Davos stattfand, dass die jordanische Bildungsinitiative mit einem Programm eingeleitet wurde, welches die digitale Kluft zwischen Jordanien und der Welt auf der einen Seite und zwischen Armen und Reichen in Jordanien auf der anderen Seite auf eine Weise überbrücken soll, die gleiche Chancen für alle Jordanier in urbanen und ländlichen Gebieten sowie in der Badia erhöht. 

Die Initiative, die im Laufe eines Fünf-Jahres-Plans und mit Gesamtkosten in Höhe von $ 500.000 durchgeführt werden soll, schließt drei Wege ein: den Ausbau von einhundert wegbereitenden Schulen, die Bereitstellung lebenslänglicher Bildung sowie den Ausbau von Informations- und Telekommunikationstechnologie in Jordanien.  

Die Initiative, die gänzlich von Jordaniern entwickelt wurde, ist ein Modell für eine leistungsfähige

Partnerschaft im Bereich Bildung, die Jordanien zwischen privatem und öffentlichem Sektor auf der einen Seite und mit internationalen Unternehmen auf der anderen Seite erreichen möchte und in der die Vorteile, die aus ausländischen Unternehmen gezogen werden können, nicht allein auf Kapital beschränkt sein sollten, sondern auf den Erwerb von herausragendem technologischem Know-how, um das Können der jordanischen Führungsgruppe aufzubauen sowie den Unterrichtsplan jordanischer Schulen mit Hilfe von jordanischen Pädagogen, Lehrern und Supervisoren weiter auszubauen. 

Bildungsminister Dr. Khaled Touqan, dessen Ministerium diese Initiative durchführt, sagte, Jordanien sei ein erfolgreicher Partner bei der Entwicklung dieser Initiativen und deren Verbindung mit dem übergeordneten Bildungsreform-Projekt. Die Initiative erhält die volle Unterstützung des jordanischen IT-Sektors, der die Initiative im vergangenen Jahr auf seiner Versammlung am Toten Meer annahm. Die amerikanischen Sessco Systems bieten der Initiative ebenfalls starke Unterstützung an und haben bereits eng mit dem Bildungsministerium und dem jordanischen Rubicon-Unternehmen zusammengearbeitet, um einen Lehrplan für Mathematik zu entwickeln. 

Die jordanische Bildungsinitiative wurde von Experten, die am WEF teilnahmen, als Pionierprojekt bezeichnet, das das Königreich und den Nahen Osten auf den richtigen Weg bringen wird, um im von Technologie dominierten 21. Jahrhundert wettbewerbsfähig zu sein, zu wachsen und zu gedeihen. Für viele, die ein Nebenseminar besuchten, das der Diskussion der Initiative im Forum gewidmet war, trat das Königreich als leuchtendes Beispiel dafür hervor, große Schritte zur Verbindung der Jordanier untereinander zu unternehmen und die Bevölkerung mit dem Internet und IT in allen Bereichen des öffentlichen Lebens bekannt zu machen. Ferner wurde damit begonnen, große Schritte bei der Verwirklichung der Intranet-Verbindung aller öffentlichen Schulen des Königreichs untereinander einzuleiten, indem eine e-Learning-Plattform eingerichtet und ein ambitionierter e-Government-Plan in Kraft gesetzt wurde. 

Erklärung des Royal Hashemite Court 

Zur Feier der Heirat Ihrer Königlichen Hoheiten Kronprinz Hamzah bin Al Hussein und Prinzessin Noor Hamzah gibt der Royal Hashemite Court bekannt, dass die offizielle Zeremonie am 27. Mai 2004 in Amman stattfinden wird. SKH Kronprinz Hamzah und IKH Prinzessin Noor Hamzah haben in einer privaten Zeremonie am 29. August 2003 im Baraka Palast in Amman in Anwesenheit von Seiner Majestät König Abdullah II, Ihrer Majestät Königin Rania Al-Abdullah, Ihrer Majestät Königin Noor Al-Hussein sowie anderen Mitgliedern der königlichen Familie geheiratet. 

Interregionaler Gas-Vertrag wurde in Amman unterzeichnet 

Jordanien, Ägypten, Syrien und der Libanon unterzeichneten am 25. Januar 2004 einen Vertrag zum Baubeginn des zweiten Abschnitts einer $ 1 Milliarde teuren Pipeline zur Lieferung von Erdgas von Ägypten in die anderen drei Länder. Seine Majestät König Abdullah II sagte, das „Arab Gas“-Projekt sei ein wichtiger Schritt zur Unterstützung und Steigerung des gemeinsamen arabischen Handelns. In einem Gespräch anlässlich eines Treffens mit den Premierministern von Ägypten, Syrien und dem Libanon und in Anwesenheit von Premierminister Faisal Al Fayez äußerte König Abdullah die Hoffnung, das Projekt werde zum allgemeinen Wachstum beitragen und die wirtschaftliche Integration der arabischen Länder bewirken.

Premierminister Al Fayez und seine Kollegen unterzeichneten das $ 270 Millionen-Abkommen, in dessen Rahmen eine 393 Kilometer lange Teilstrecke der Pipeline von Aqaba bis zum Kraftwerk Rihab im Norden des Landes gelegt wird. „Die Inkraftsetzung dieses Projekts zeigt die Entschlossenheit unserer arabischen Länder, ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Aktionen voranzutreiben“, sagte Fayez während der Unterzeichnungszeremonie. Ein ägyptisches Konsortium, bestehend aus der Egypt Holding Gas Company, GASCO, Petrojet und Emppi, werden die zweite Phase gemeinsam mit der Al Fajr Company durchführen, einem lokalen Unternehmen, zu dem jordanische, ägyptische und andere arabische Investoren gehören. Das unterzeichnete Abkommen schließt die Konzession der Al Fajr Company zum Bau und zur Betreibung der Pipeline auf einer „build, operate, own and transfer (BOOT)“-Basis ein. Nach einer Erklärung des Premierministeriums schafft das Abkommen auch die Voraussetzungen zum Kauf von Erdgas aus Ägypten und dem Verkauf des Gases an die Kraftwerke des Königreichs zur Erzeugung von Energie. 

Die zweite Phase des Projekts wird eine jährliche Kapazität von 10 Milliarden Kubikmeter haben und soll voraussichtlich bis Ende 2005 abgeschlossen sein. Es wird erwartet, dass die Pipeline bis zum Jahr 2006 bis zum syrischen Hafen Banias und der libanesischen Raffinerie in Zaharani ausgebaut ist und später bis nach Zypern, die Türkei und andere europäische Staaten führen wird. Der jordanische Anteil liegt bei jährlich zwei Billionen Kubikmetern. Die erste, 265 Kilometer lange Teilstrecke, die im vergangenen Jahr von Seiner Majestät König Abdullah II und dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak feierlich eröffnet wurde, beginnt in den küstennahen Gasfeldern im ägyptischen Al Arish-Gebiet und führt durch eine Unterwasser-Pipeline von Taba nach Aqaba. 

Jordanisch-Deutsche Universität soll in Amman eingerichtet werden 

Der Minister für Bildung, Dr. Khaled Touqan, und der Minister für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung, Dr. Issam Zabalawi, trafen am 20. Januar 2004 in Berlin die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Edelgard Bulmahn, um mit ihr Gespräche über die Einrichtung einer Jordanisch-Deutschen Universität sowie eine Reihe bildungsrelevanter Themen zu diskutieren. Während des Treffens, das im Beisein des jordanischen Botschafters in Deutschland, Dr. Saleh Rusheidat, stattfand, bekräftige Frau Bulmahn die Bereitschaft Deutschlands, die Einrichtung einer Universität in Amman zu unterstützen. Die geplante Universität basiert auf dem deutschen Modell einer Universität für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule). Die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) wird hier eine wichtige Rolle übernehmen und diesbezüglich mit anderen Fachhochschulen zusammenarbeiten. 

Die Rolle des jordanischen Privatsektors beim Wiederaufbau des Irak 

Die Botschaft hat auf ihrer Web-Site einen Bericht über die Leistungsfähigkeiten und die Rolle des jordanischen Privatsektors beim Wiederaufbau des Irak veröffentlicht: the role of the Jordanian private sector in the reconstruction of Iraq. „Nach dem Ausbruch des ersten Golfkrieges im Jahr 1999 wurde der Irak Jordaniens wichtigster Handelspartner, indem im Rahmen des Nahrungsmittel-für-Öl-Programms der Vereinten Nationen Waren im Austausch für Öl in den Irak  exportiert wurden. Auf Grund der geographischen Nähe und der Ähnlichkeit der Kulturen und Denkweisen beider Länder erlebten die Handelsbeziehungen zwischen Jordanien und dem Irak einen Aufschwung mit merklichen Überschüssen bei anderen Hilfsdienstleistungen, die den Handelsfluss einschließlich der Dienst­leistungen für Transport und Finanzen zwischen vielen Ländern förderten. Der Hafen von Aqaba wurde zur Hauptleitung für den Transithandel und förderte dadurch die Aktivitäten des See- und Landtransportsektors in Jordanien.  Während die Exporte auf den irakischen Markt florierten, wurde der Irak zum einzigen Lieferanten für Jordaniens Bedarf an Öl. Öl wurde zu einem sehr großzügigen Rabatt bezogen, der jährlich etwa US$ 500 bis 600 Millionen betrug, wovon US$ 300 Millionen steuerliche Vergünstigungen waren. 2002 überschritten die Gesamtexporte einen Wert von US$ 400 Millionen und umfassten damit mehr als 20 % des Gesamtwerts aller jordanischen Exporte. Der jordanische Privatsektor war schnell bereit, Vorteile aus diesem Nahrungsmittel-für-Öl-Programm zu ziehen, indem viele Kaufleute und Industrielle den Großteil ihrer Geschäfte darauf abstimmten, den irakischen Markt mit Lebensmitteln und Getränken zu beliefern. Infolgedessen entwickelte der jordanische Privatsektor ein großes Wissen und Verständnis für die Bedürfnisse und Spezifizierungen des irakischen Marktes, zusätzlich zu Geschmack und Vorlieben des Verbrauchers. Als Folge entwickelten irakische Händler, Importeure und Verbraucher eine Vorliebe für jordanische Produkte. 

Der Bericht legte ferner dar, dass “der Privatsektor in Jordanien gut eingeführt ist und eine signifikante Rolle beim Export und der Schaffung von Arbeitsplätzen spielt. Der Privatsektor besitzt eine ausgezeichnete technische und finanzielle Infrastruktur und wird von exzellent geschultem, gut ausgebildetem und professionellem Personal geführt, das beim Aufbau vieler Wirtschaftssysteme in der Golfregion eine wichtige Rolle gespielt hat. Dieser Sektor hat sich einen Ruf als spannkräftig und flexibel erworben, indem er sich die Handelsabkommen zunutze machte, denen sich Jordanien mit den Vereinigten Staaten und Europa erfreut, und so mit Wertschöpfungsprodukten und Dienstleistungen auf nicht traditionelle Wettbewerbsmärkte vorgedrungen ist. Die Fähigkeit, sowohl regionale (hauptsächlich den Irak) als auch westliche Märkte mit Lebensmitteln und Getränken zu beliefern, versetzt den Privatsektor in die einzigartige Lage, die Wiederbelebung von Geschäften zwischen den Vereinigten Staaten und dem Irak zu fördern. Die geographische Nähe und die gut ausgebauten Transportwege und -kanäle stärken weiterhin die Position des Privatsektors, umgehend Geschäfte im Irak aufnehmen zu können. Angesichts der aufgezählten Gründe sowie der Verfügbarkeit von Fließbändern, Rohstoffen, Arbeitskräften, Ersatzteilen und dem notwendigen Wissen können gerade jordanische Firmen einen großen Prozentsatz an Produkten bereitstellen, die sofort im Irak benötigt werden.“ 

Der Bericht schließt sowohl eine Liste führender jordanischer Unternehmen  als auch Profile aller verwandten Firmen ein. Um den gesamten Bericht zu lesen, klicken Sie bitte hier. 

Regierung und Microsoft unterzeichnen “Enterprise Licensing Agreement” 

Kommende Veranstaltungen 

* 2nd Industrial Exhibition for Reconstruction of Iraq, Amman Trade Center, 21 – 28 March 2004, Tel: (962) 6 560 5791    Fax: (962) 6 560 5793

* Horizons Exhibition for Pharmaceutical Industries& Hospital Equipment, 19 – 22 April 2004

* SOFEX 2004, 26 – 29 April 2004

* Gulf International for Exhibition, Jordanian-International Exhibition for Medical & Health Care, May 30 – June 3, 2004, Tel: (962) 6 562 7546    Fax: (962) 6 562 7257 
e-mail: [email protected]

Das Ministerium für Information und Kommunikationstechnologie (MoICT) gab die Unterzeichnung eines “Enterprise Licensing Agreements” (ELA) mit Microsoft als Teil seiner umfassenden Strategie zur Weiterentwicklung von e-Government, e-Learning und der IT-Industrie im Königreich bekannt. „Microsoft und die Regierung arbeiten nun zusammen, um ihre strategische Partnerschaft auf eine neue Ebene zu heben, eine Ebene, die sich auf neue Investitionsmöglichkeiten und auf die Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten in der Region konzentriert“, sagte ICT-Minister Fawaz Zub’i anlässlich einer Pressekonferenz. 

Nach einem Statement von Microsoft garantiert das ELA der Regierung eine dreijährige Verlängerung der Software-Lizensierung und ist durch die Übernahme einer sich auf dem neuesten Stand befindlichen Software in allen Ministerien und öffentlichen Einrichtungen im Land der erste Schritt zur Steigerung der Regierungsproduktivität.  

“Jordaniens öffentlich-private Partnerschaft ist ein weltweit einzigartiges Charakteristikum. Mit Unterzeichnung des Geschäftsabkommens geben Microsoft und die Regierung ihrer strategischen Partnerschaft Form“, erklärte Microsofts Senior Vizepräsidentin für Geschäftstrategien, Maggie Wilderotter.

Das ELA fällt unter das umfassendere „Rahmen-Partnerschafts-Abkommen“, das im Oktober des vergangenen Jahres unterzeichnet wurde. Darin wurde vereinbart, dass Microsoft und die Regierung in Projekte investieren, die gemeinsam zum Ausbau des IT-Sektors in Jordanien ausgewählt wurden. 

int@j verspricht konkrete Pläne zur Entwicklung von e-Learning, um Investoren anzuziehen 

Der Vorsitzende von Information Technology Association of Jordan (Int@j), Marwan Juma, bestätigte die beiden Hauptziele des IT-Sektors des Königreichs: die Entwicklung von e-Learning und die Umgestaltung Jordaniens in einen wirtschaftlichen Knotenpunkt für lokale IT-Unternehmen. Nach seiner Rückkehr aus Davos, wo int@j an dem viertägigen Treffen des „World Economic Forums“ (WEF) teilnahm, betonte Juma, Jordanien besitze das Potential, sich zu einem regionalen und internationalen Erfolg im IT-Sektor zu entwickeln. 

“Wir haben sehr stark in eine e-Learning- und Bildungsreform investiert, und führende Unternehmen zeigen, dass sie die Fähigkeiten besitzen, den weltweiten Standards hinsichtlich Anwendung und Software zu entsprechen“, sagte Juma anlässlich einer Pressekonferenz. Ein Beispiel ist die „Jordan Education Initiative“ (JEI), die auf dem WEF ein Pilotprojekt entwickelte, das 100 „discovery schools“ im gesamten Königreich mit einem e-Learning-System zur Beschleunigung des sozialen und wirtschaftlichen Wachstums ausstatten wird.  

Die öffentlich-private Partnerschaft zwischen Mitgliedern des WEF und der Regierung zielt darauf ab, „öffentliche Bildung durch die Einführung von Technologie in 100 Schulen umzugestalten... durch die breite Anwendung von e-Learning-Hardware, Studienplänen und Training“, ist in einem Statement auf der WEF-Website zu lesen. 

Nach Aussage der Geschäftsführerin von Rubincon, Randa Ayoubi,  wird das Pilotprojekt mit dem e-Mathematik-Programm beginnen, das gemeinsam von Rubicon und dem Cisco-Learning-Institute entwickelt wurde, und das bis zum Juni 2004 zunächst in 10 „discovery schools“ im ganzen Land eingerichtet und bis zum September 2004 auf die verbleibenden 90 Schulen ausgedehnt werden soll. 

“Das Programm wird Schülern von der ersten bis zur zwölften Klasse zur Verfügung stehen. Mit mehr als 6.000 Online-Aktivitäten fördert es das selbständige Lernen der Schüler und hilft Lehrern, Unterrichtspläne anzuwählen“, erklärte Ayoubi. 

Außerdem bietet das Programm Niveaubeurteilungen, um sicherzustellen, dass die Schüler auf dem ihnen angemessenen Mathematik-Niveau arbeiten und nicht in einem Programm, das ihre Fähigkeiten übersteigt, fügte sie hinzu. Mit der Einführung dieser neuen Initiative, deren Mittelpunkt auf dem WEF auf Jordanien gelegt wurde, hofft der hiesige IT-Sektor, mehr  ausländische Investoren anzuziehen. 

5%iges Wachstum des BIP in diesem Jahr erwartet 

Nach Aussage von Finanzminister Mohammad Abu Hammour erwartet die jordanische Regierung für dieses Jahr einen Wachstumsanstieg des BIP um 5 %, nachdem für 2003 ein Realwachstum von 3.3 % angestrebt wurde. In seiner Haushaltsrede sagte der Minister voraus, die Inflationsrate werde bei niedrigen 3 % bleiben, Exporte werden um 8 % und Importe um 7 % steigen. Das Kontokorrent wird einen Überschuss von 5 % erzielen, sagte er. Abu Hammour zufolge erreichten Jordaniens Auslandswährungsreserven die beispielslose Höhe von $ 5 Milliarden. 

Die Höhe des Jahresbudgets für das kommende Jahr liegt bei JD 2.59 Milliarden (€ 2.89 Milliarden) bei einem Defizit von 3.9 % oder JD 293 Millionen (€ 327.3 Millionen). Abu Hammour sagte, die Regierung werde danach streben, die optimalen Gewinne aus internationalen und nationalen Vereinbarungen zu ziehen, die Jordanien unterzeichnet hat. Er fügte hinzu, die Regierung werde wirtschaftliche Reformmaßnahmen beibehalten, nachdem das laufende Wirtschaftsanpassungs­programm abgeschlossen ist. 

Regierungsunternehmen mit JD 23 Millionen zum Management der Anlagen in Aqaba angemeldet

Ein Unternehmen, beauftragt mit der Entwicklung und dem Management der strategischen Anlagen in Aqaba und mit einem Kapitalwert von JD 23 Millionen ($ 32.3 Millionen), wurde bei der  Aqaba Special Economic Zone Authority (ASEZA) angemeldet. Der Deputy Chief Commissioner der ASEZA, Emad Fakhouri, teilte mit, das Unternehmen werde in diesem Jahr Schritte zum Ausbau der „spezial zone“ einleiten, indem die Betriebsvermögen des See- und Flughafens von Aqaba in Übereinstimmung mit einer diesbezüglichen Entscheidung des Kabinetts an das Unternehmen überwiesen werden.

Fakhouri zufolge wird das staatseigene Unternehmen folgende Punkte in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit stellen: den Ausbau des organisatorischen Plans der “Aqaba Special Economic Zone“ (ASEZ) sowie das Gewinnen neuer Entwickler, Unternehmer und Manager zur Verwaltung der verschiedenen Einrichtungen auf dem höchst möglichen Stand, um die wachsenden Forderungen der Investoren zu erfüllen.

Er erwartet ferner, dass Anfang des kommenden Jahres ein Abkommen mit einem internationalen Planer  zum Management des Containerhafens unterzeichnet wird. 

Fakhouri hob ein gegenwärtiges Wachstum des Tourismussektors in Aqaba hervor und sagte voraus, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre  Hotels mit einer Kapazität von 5.000 Zimmern errichtet werden. In diesem Zusammenhang kündigte er auch 20.000 Stellenangebote in der Aqaba Industrial Estate an, in die bisher über $ 22 Millionen investiert wurden.

Fünf kommerzielle Komplexe mit einem Gesamtwert von JD 100 Millionen werden in Aqaba gebaut. Davon werden in diesem Jahr zwei Komplexe eröffnet. Fakhouri führte aus, dass bei der ASEZA 1.136 Unternehmen eingetragen sind, von denen 48 % zuvor nicht in der Hafenstadt operiert haben. 

In die Freihandelszonen investiertes Kapital stieg um 4 % auf JD 512 Millionen 

Statistiken zufolge, die von der „Free Zones Corporation“ (FZC) veröffentlicht wurden, stieg das in die Freihandelszonen des Königreichs investierte Ist-Kapital während des letzten Jahres um 4 % und erreichte damit JD 512.8 Millionen ($ 722.2 Millionen), verglichen mit JD 494.1 Millionen ($ 695.9 Millionen) in 2002. Die Statistiken zeigten ferner, dass die Investitionen ebenfalls um 7.5 % auf 1.421 Verträge im Vergleich zu 1.322 Verträgen anstiegen. Die FZC zeigte an, dass der Wert der Waren, die aus den Freihandelszonen auf lokale und ausländische Märkte ausgeführt wurden, um 55 % anstieg und somit JD 1.480 Millionen ($ 2084,5 Millionen) erreichte, verglichen mit JD 952,6 Millionen ($ 13.41.6 Millionen). 

Wirtschaftsnachrichten:

*   Nach den letzten vom Ministerium für Industrie und Handel veröffentlichten Statistiken  stiegen die jordanischen Importe während der ersten zehn Monate 2003 um 9.7 %, verglichen mit 2 % für den gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Statistiken zeigten ferner, dass die Re-Exporte ebenfalls um 13.4 % stiegen. Infolgedessen vergrößerte sich das Handelsdefizit um 16.1 %. Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen auf 52.4 % und erreichten damit den höchsten Anstieg, gefolgt von den Exporten nach Syrien, die um 41.2 % stiegen. Die Exporte in die USA erreichten 28.4 % der gesamten jordanischen Exporte. 

* Den Statistiken des Ministeriums zufolge stiegen die Exporte aus der Qualifying Industrial Zones (QIZs) um $ 341.3 Millionen oder 57.6 %. Die höheren Importe resultierten aus einem Anstieg der Rohöleinkäufe um 20.2 % und einem Anstieg der Arzneimittelimporte um 29.5 %. Importe von Baumwolle, Milchprodukten und tierischen sowie pflanzlichen Ölen stiegen um 143.8 %, 45.1 % und 35.6 %. Importe aus Deutschland beliefen sich auf 8 % der gesamten jordanischen Importe, gefolgt von China, das mit 7.9 % auf dem zweiten Rang liegt. 

*   Während des vergangenen Jahres standen amerikanische Märkte an der Spitze der Käuferliste der Al Hassan Industrial Estate in Irbid mit 79 % des gesamten Exports des Unternehmens, der bei $ 321 Millionen liegt. Auf den zweiten Platz kamen israelische Märkte mit $ 52 Millionen oder 16 %. Der Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer in Irbid, Maher Nasser, sagte, Konfektionskleidung und Textilien machten mit 93 % den Hauptanteil der Gesamtexporte des Unternehmens in andere Länder aus, gefolgt von Maschinengerätebau, landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Medikamenten, Dünger sowie Plastik- und Lederwaren. 

AUSGEWÄHLTER LINK 

Interaktive Website der „Petra Region Authority“ 

Wissenschaftler, Investoren und Touristen, die mehr über das Leben und die Entwicklung in Petra lernen möchten, können sich nun in eine interaktive Website einloggen, die ein neues Fenster zu diesem einmaligen Schauplatz und seine örtliche Gemeinschaft bietet. Die „Petra Region Authority“ (PTA) hat diese Seite www.petra-pra.com.jo eingerichtet, die in arabischer und englischer Sprache eine Fülle von Informationen über Entwicklungen, archäologische Ausgrabungen und für Touristen wichtige Dienstleistungen und Einrichtungen in dieser Region enthält. Als bedeutende historische Sehenswürdigkeit ist Petra seit Jahren eine Hauptattraktion für Tausende von Touristen, die durch die altertümliche rosarote Stadt der Nabatäer und das benachbarte Wadi Musa wandern. 

Besucher der Website können auch das periodisch von der „Petra Region Authority“ herausgegebene Magazin downloaden und von vielen nützlichen Links profitieren – medizinische, bildungstechnische und Media-Institute ebenso wie Regierungsstellen und nicht-staatliche Organisationen.

 

 

Jordanien auf einen Blick                

Herrschende Regierungsform Konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Regierung, frei gewähltes Parlament undunabhängige richterliche Gewalt
Lage Jordanien liegt zwischen dem 29. und 33.Grad nördlicher Breite und dem 34. und 39. Grad  östlicher Länge
Bevölkerung Schätzungsweise 5.33 Millionen Einwohner in 2002
Größe 89.300 km², davon etwa 7.8 % Agrarland
Klima Im Sommer heiß und trocken, im Winter regnerisch
Weltzeit Im Winter zwei Stunden, im Sommer drei Stunden vor Greenwich-Meantime
Landessprache Arabisch, Englisch wird vielfach gesprochen, besonders in der Geschäftswelt
Wirtschaftliches System Marktorientierte Wirtschaft
Wirtschaftsgröße BIP lag 2002 bei schätzungsweise JD 6.591 Millionen oder US $ 9.296 Millionen
Lebensstandard 2002 lag das Pro-Kopf-Einkommen bei Zugrunde-legung der aktuellen Marktpreise bei JD 1.237 oder US $ 1.745
Währung Der Jordanischer Dinar entspricht US $ 1,41 und ist voll konvertierbar
Ressourcen
  • Verschiedene natürliche Bodenschätze; Phosphat und Pottasche sind die wichtigsten
  • Großes Potential an gut ausgebildeter menschlicher Arbeitskraft  sowie verschiedene touristische Sehenswürdigkeiten

Um weitere Informationen über die Abwicklung von Geschäften in Jordanien zu erhalten, können Sie sich mit Herrn Haitham Abu Alfoul in der Botschaft in Verbindung setzen. Telefon  +49 30-36 99 6033 fax +49 30-36 99 6011, [email protected]. Large part of the Newsletter is reprinted from the Jordan Times.

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