| Der König fordert mehr
Investitionsprojekte
Seine Majestät
König Abdullah II forderte mehr Investitions- und Entwicklungsprojekte,
die ein positives Licht auf Jordanien werfen könnten. Der König führte
den Vorsitz eines Treffens zur Erörterung von Projekten, die innerhalb
des wirtschaftlichen und sozialen Umwandlungsprogramms (ESTP) durchgeführt
wurden. Bei dieser Gelegenheit betonte König Abdullah die Notwendigkeit
einer Investitionspolitik zur besseren Ausbildung und Qualifikation der
jordanischen Bevölkerung. Auf diese Weise könne eine nationale
Wirtschaft geschaffen werden, die zu mehr Produktivität und
Wissenserweiterung fähig ist. Auf dem Treffen wurden auch EST-Pläne und
ESTP-Projekte für das zweite Jahr dieses Programms diskutiert.
Premierminister Ali Abul Ragheb sagte, die Regierung halte an der weiteren
Durchführung des ESTP-Projektes fest,
finanzielle Zuweisungen seien entweder durch Subventionen oder
Privatisierungs-Einnahmen sicher gestellt.
Am 25. Oktober
2001 wurde ein Königlicher Brief an Premierminister Ali Abul Ragheb
geschickt. Dieser Brief erteilte der Regierung den Auftrag, ein
wirtschaftliches und soziales Umgestaltungsprogramm zu entwickeln. Dieses
Programm sollte dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern, drängende
Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit nachdrücklich anzugehen sowie die
öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern. Die Arbeit an dem Programm
begann Anfang 2002. Während des Treffens legte Planungsminister Dr.
Bassem Awadallah Rechenschaft über diejenigen ESTP-Projekte ab, die während
des ersten Jahres durchgeführt wurden. Die Projekte konzentrierten sich
auf die Sektoren Wasser, Bildung, Jugend sowie Arbeitskräftepotential.
Der Minister sagte, im Verlaufe des Programms habe die Regierung auch eine
Reihe von wichtigen finanziellen, administrativen, bildungstechnischen und
juristischen Reformen durchgeführt. Das Programm schließt außerdem eine
regionale Entwicklung im Sinne der Verbesserungen von Dienstleistungen für
Bürger, Ausbau der Infrastruktur und Erhöhung der Produktivität ein,
sagte Dr. Awadallah.
Land Rover eröffnet $ 100 Millionen
Montagewerk in Jordanien
Die englische Firma Land Rover hat ein Investitionsabkommen in Höhe von $
100 Millionen mit Olé Jordan Co. (OJC) abgeschlossen. Das Abkommen regelt
die Errichtung einer Fabrik in Jordanien, in der aus England importierte
Fertigteile zu Land Rover-Fahrzeugen zusammen gebaut werden. Das
Montagewerk in der südjordanischen Stadt Ma’an soll Mitte 2003 seine
Produktion aufnehmen. Die Anlage soll in der Anfangsphase mehr als 5.000
Land Rover Defender 100 produzieren, die sowohl örtlich verkauft als auch
innerhalb der Region exportiert werden sollen. Bill Begg, Regionaldirektor
Land Rover für den Nahen Osten und Afrika, sagte, die Firma hoffe, „Jordanien
als einen strategischen regionalen Lieferanten für andere Werke im Nahen
Osten zu etablieren“.
Anstieg
der QIZ- Exporte in die USA
Offiziellen
Berichten der „Jordanischen Industrial
Estates Corporation (JIEC)“ zufolge sind die US-Exporte der drei
„Qualified Industrial Zones (QIZs)“ trotz politischer Spannungen in
der Region erheblich gestiegen. US-Exporte der Al Hassan und Al
Hussein Bin Abdullah II Qualified Industrial Zones und der Abdullah II Bin
Al Hussein Industrial Estate sind während der ersten zehn Monate dieses
Jahres um 28 % gestiegen und erreichten damit € 529 Millionen
verglichen mit € 411 Millionen während des gleichen Zeitraums in
2001. QIZ-Produkte genießen zollfreien Zugang
zum US-Markt ohne mengenmäßige Beschränkung. Gegenwärtig
gibt es in Jordanien vier arbeitende QIZs, zwei davon sind privater
Natur. Sechs weitere, einschließlich der jordanischen Cyber City in Irbid,
wurden als Industrieparks von den USA ausgewählt.
UNCTAD:
Anstieg ausländischer Investitionen nach Jordanien
Nach
einem kürzlich von der „United Nations Conference on Trade and
Development (UNCTAD)“ veröffentlichten Bericht stieg die Zufuhr an ausländischen
Direktinvestitionen (FDI) nach Jordanien in 2001 auf $ 169.1 Millionen im
Vergleich zu $ 39.2 Millionen in 2000. Der Report zeigte außerdem, dass
die gesamte Zufuhr ausländischer Direktinvestitionen ins Ausland um die Hälfte
sank. 2001 erreichten die Investitionen $ 735 Milliarden im Vergleich zu $
1.492 Milliarden in 2000. UNCTAD schrieb diese Verminderung dem langsamen
Wirtschaftswachstum weltweit, den negativen Auswirkungen nach den Anschlägen
des 11. September auf die USA sowie dem Rückgang von Fusionierungen und
Akquisitionen zu.
JT
stellt die Börse in Amman unter die größten arabischen Aktienbörsen
Die
Zulassung der Aktien der Jordan Telecom (JT) an der „Amman
Stock Exchange (ASE)“ erhöhte die Kapitalisierung der Ammaner Börse
auf € 7 Milliarden. Diese Maßnahme stuft die ASE in die Reihe
der größten arabischen Börsen im Sinne von Marktkapitalisierung ein.
Jordan Telecom ist ein staatliches Unternehmen, das nach dem Verkauf von
10.5 % der Staatsaktien an die Wirtschaft privatisiert wurde. Obwohl die
Regierung den Hauptteil seiner Aktien an diesem Unternehmen verkauft hat,
hält sie immer noch 41.5 % von JT, während ein Konsortium, dem die Arab
Bank und France Telekom angehören, 40 % kontrolliert.
Pharmazeutische
Exporte sollen um 16 % steigen
Es
wird erwartet, dass die pharmazeutischen Exporte Jordaniens, die in den
ersten neun Monaten dieses Jahres mit ca. $ 157 Millionen auf dem zweiten
Platz der Exportliste nach Kleidung liegen, Ende 2002 die Summe von $ 210
Millionen erreichen, sagten Quellen aus der Industrie. Falls dieses Ziel
erreicht wird, werden die Exporte jordanischer Pharmazie-Produkte
sprunghaft ansteigen und den Export des vergangenen Jahres von $ 180
Millionen um 16.6 % übersteigen. Quellen der jordanischen
Vereinigung pharmazeutischer Hersteller (JAPM) sehen den Grund für
die höheren Verkäufe in der „erfolgreichen Eroberung neuer Märke und
den Beiträgen neu gegründeter Unternehmen“. Gegenwärtig arbeiten in
Jordanien 14 pharmazeutische Unternehmen, aber nur drei davon begründen
55 % der Produktion. Fünf Unternehmen exportieren auf den europäischen
Markt, zwei dieser Firmen haben mit ihren Exporten nach Großbritannien
und Deutschland in diesem Jahr begonnen.
Eli
Lilly meldet Regionalbüro in Amman an
Eli
Lilly, das bekannte internationale Pharma-Unternehmen, hat den
Einschreibungsprozess zum Aufbau eines regionalen Büros in Jordanien
abgeschlossen. Der Pharma-Repräsentant sagte, das Regionalbüro des
Unternehmens spiegele Jordaniens wichtige und vitale Position auf der
regionalen Ebene hinsichtlich der Anziehungskraft pharmazeutischer
Investments wider. Eli Lilly unterhält weltweit 154 Filialen and stellt
36.000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Das jordanische Büro des
Unternehmens wird auf jordanische Fachkenntnisse angewiesen sein.
Jordanisch-amerikanische
Freihandelsabkommen-Website lanciert
Mit
Hilfe der jordanisch-amerikanischen Freihandelsabkommen (JUSFTA)-Website
haben jordanische Geschäftsleute jetzt Zugriff auf Tausende von Handelsmöglichkeiten
mit über 300 Millionen potentiellen Kunden in den USA. Die Website wurde
kürzlich von dem USAID-fundierten AMIR-Programm in Zusammenarbeit mit der
„TIJARA Coalition“ lanciert, einer öffentlich-privaten Partnerschaft,
die JUSFTA ergänzt.
Die
Website (http://www.jordanusfta.com/)
ist eine zweckmäßige Quelle für jordanische Unternehmen und Firmen
weltweit, um mehr über Handel und Investitionsmöglichkeiten mit
Jordanien und den USA zu erfahren, die durch die JUSFTA ermöglicht wurden.
Jordanien und die USA unterschrieben das Freihandelsabkommen, das 2001 in
Kraft trat, am 24. Oktober 2000. Das jordanisch-amerikanische FHA ist das
vierte, von Washington unterzeichnete FHA nach Abkommen mit Israel, Kanada
und Mexiko. Es ist aber das erste Freihandelsabkommen, das mit einem
arabischen Land abgeschlossen wurde.
Schweizerisch-jordanische
IT-Partnerschaft wird auf dem Weg gebracht
Als
Ergebnis der öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) zwischen Jordanien
und der Schweiz, die Seine Majestät König Abdullah II im vergangenen
Monat anlässlich einer Feier im Schweizer Parlament ankündigte, wird
erwartet, dass Amman und Bern die Geburtsstunde einer „einmaligen“
Partnerschaft feiern. Ziel dieser Partnerschaft ist es, Sektoren der
Informationstechnologie (IT) beider Märkte die Möglichkeit zu bieten,
aufeinander einzuwirken. Potentielle Partner sollen sich treffen, um Geschäftsverbindungen
zu entwickeln und wechselseitige Investitionsbereiche zu schaffen. “Trado”
ist der Spitzname dieser vierseitigen Plattform zur Aktivierung der
Partnerschaft zwischen Spielern aus privaten und öffentlichen Sektoren.
“Es ist ein Pilotprojekt, das sonst nirgendwo auf der Welt existiert“,
sagte Walter Duss, Vizepräsident der Schweizer Interactive Media und
Software-Vereinigung (SIMSA). Auf dieser Plattform (www.trado.org)
finden Schweizer und jordanische Kunden sowie Anbieter von IT-Produkten
und Dienstleistungen ausgezeichnete Möglichkeiten für eine attraktive
Zusammenarbeit sowie relevante und aktuelle Informationen im Zusammenhang
mit Geschäftsabschlüssen zwischen diesen beiden Ländern.
Jordanisches
Marktprofil
Die
„Jordan Export Development & Commercial Centers Corporation (JEDCO)“
hat einen Report mit dem Titel “Jordanisches Markt-Profil” veröffentlicht.
Der Bericht enthält eine Fülle von Details über die jordanische
Wirtschaft. Er bietet Informationen über Wirtschaft, Außenhandel,
Investment, Logistik sowie Marktzugänge und Vermögensanlagen im Bereich
Handel. Wenn Sie interessiert sind, besuchen Sie bitte die Website http://www.jedco.gov.jo/jedco/Jordan.pdf.
Business Scene
- Nach
Aussagen des Direktors der Industrie- und Handelskammer in Abu Dhabi
wird das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und den Vereinigten
Arabischen Emiraten den wechselseitigen Handel um 30 % steigern. Das
Abkommen mit den VAE, das im Januar in Kraft treten wird, hilft
jordanischen Exporten, einen Nutzen aus dem schrittweisen Abbau der
Zollbestimmungen zu ziehen. Außerdem soll damit eine Zunahme der
Markt-Wettbewerbsfähigkeit und der Wiederbelebung des gegenseitigen
Transports erreicht werden. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern
liegt bei € 100 Millionen, wobei mehr als 85 % aus Jordanien kommen.
- Eine
Delegation der „China Petrochemical International Corporation (SINOPEC)“
besuchte die „Aqaba Special
Economic Zone (ASEZ)“, um mit Verantwortlichen der ASEZ eine
Zusammenarbeit bezüglich energieverwandter Projekte zu erörtern. Sie
wurden über Aqabas förderliche Investment-Umgebung und die
infrastrukturellen Dienstleistungen unterrichtet, welche die
„Special Zone“ zur Verfügung stellt. Die chinesische Delegation
äußerte ihr Interesse an einer Reihe von zukünftig in der Zone zu
errichtenden Projekten und bestätigte, dass man die Möglichkeit zur
Lancierung verschiedener Chemie-Projekte in Aqaba prüfen werde. Die
jordanischen Düngemittel-Exporte nach China haben mittlerweile im
ersten Halbjahr 2002 € 29 Millionen erreicht. Dies ist ein Anstieg
um 17.5 % zum Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Düngemittel
machen 99 % des jordanischen Exports nach China aus, nach Schätzungen
€ 36 Millionen. Die chinesischen Exporte nach Jordanien in der
ersten Hälfte dieses Jahres belaufen sich auf € 60 Millionen. Den
größten Anteil dieser Exporte machen Textilien, Kleidung und
elektrische Geräte aus.
- Die
„Central Bank of Jordan (CBJ)“
kürzte den Zinssatz für kommerzielle Bankguthaben. Dieser Schritt
zielt auf eine Wiederbelebung der Wirtschaft sowie auf eine weitere
Reduzierung des Kreditzinses ab, den diese Banken ihren Kunden
berechnen.
- Obwohl
die gesamten Nettoschulden Jordaniens Ende September auf JD 6.597
Millionen (€ 9.560) anstiegen, verglichen mit JD 6.093 Millionen
(€ 8.830) Ende 2001, repräsentieren beide Ergebnisse 97.3 % des
jordanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP), so ein Bericht des monatlich
vom jordanischen Finanzministerium herausgegeben „Finance
Bulletin“.
Herausgegeben
von der Wirtschaftsabteilung der Jordanischen Botschaft. Für weitere
Informationen kontaktieren Sie bitte Herrn Haitham Abu Alfoul, phone
30-36 99 600 fax 30-36 99 6011, [email protected]. |