König:
Jordanien misst Investitionen der Privatwirtschaft große Bedeutung bei
Seine
Majestät König Abdullah II diskutierte mit einer Delegation, die sowohl
die Citibank Group als auch die „US Overseas Private Investment
Corporation“ repräsentierte, deren Beiträge zur Unterstützung
wichtiger Entwicklungsprojekte, die in den kommenden Jahren in Jordanien
durchgeführt werden sollen. Der König sagte, Jordanien messe
Investitionen des Privatsektors in bedeutende Entwicklungsprojekte des
Landes eine große Bedeutung bei, da diese dem wirtschaftlichen
Entwicklungsprozess Auftrieb verleihen. Anthoni Nilsson, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der Citibank und Leiter der Delegation, betonte,
Jordanien könne von den langfristigen finanziellen Bürgschaften der OPIC
bei politischen oder wirtschaftlichen Risiken profitieren. Diese Bürgschaften
können bis zu US $ 400 Millionen betragen. OPIC, eine Agentur der
amerikanischen Regierung, die Versicherungen politischer Risiken und
Darlehen verkauft, um amerikanische Unternehmen aller Größenordnungen zu
unterstützen, investiert und konkurriert weltweit auf mehr als 150
aufstrebenden Märkten sowie in Entwicklungsländern.
Jordanisch-ägyptische
Erdgas-Pipeline in Betrieb genommen
König
Abdullah II und Präsident Hosni Mubarak eröffneten offiziell Ende Juli
eine strategische pan-arabische Erdgas-Pipeline zwischen Jordanien und Ägypten.
Die 270 km lange Pipeline stellt die erste Phase eines inter-regionalen
Wirtschaftsunternehmens dar, das auf mehr als US $ 1 Milliarde
veranschlagt wird. Die Pipeline soll zunächst bis nach Syrien gehen, 2005
in den Libanon führen und 2006 Zypern und die Türkei erreichen. Eine 16
km lange Seeverbindung zwischen Taba und Aqaba, deren Bau in nur 18
Monaten beendet wurde, markiert die erste Phase dieses Projekts, durch das
jährlich 1 Milliarde Kubikmeter ägyptisches Erdgas geliefert werden. Der
Minister für Energie und Bodenschätze, Mohammad Batayneh, sagte, man
erwarte, dass die Lieferung von ägyptischem Erdgas dem Königreich jährlich
US $ 50 Millionen ersparen wird und zugleich eine kostengünstige und
weniger gefährliche Energiequelle darstellt.
Jordanische
Abgesandte treffen sich in Amman und Petra
Unter
der Schirmherrschaft Seiner Majestät König Abdullah II fand in Amman und
Petra das zweite Forum jordanischer Botschafter statt. Auf dem Forum mit
dem Titel “Towards an excelling diplomatic role” diskutierten
die jordanischen Botschafter die Rolle diplomatischer Missionen im Ausland,
um Jordaniens politische und insbesondere wirtschaftliche Rolle zu
verbessern. Während des Forums lancierte der König einen Fonds zur Erhöhung
des Potentials der jordanischen Botschaften und zur Unterstützung ihrer
Rolle bei der Förderung wirtschaftlicher Reformen. Der König sagte, der
Fonds werde die neue Richtung fördern, den Botschaften eine aktive Rolle
bei der Steigerung der nationalen Wirtschaft und der Unterstützung
wirtschaftlicher Verbindungen mit anderen Ländern zu übertragen. Der König
forderte die Seniordiplomaten auf, sich darauf zu konzentrieren, die
wirtschaftlichen Beziehungen des Königreichs mit anderen Ländern und der
ausländischen Privatwirtschaft voranzutreiben. Viele Vertreter der
Privatwirtschaft nahmen an dem dreitägigen Forum teil und führten mit
den jordanischen Abgesandten Gespräche über Möglichkeiten zur
Steigerung der Zusammenarbeit. Außenminister Dr. Marwan Muasher sagte,
der Leitgedanke des Forums sei es zu betonen, dass die wirtschaftliche
Arbeit der Botschaften ebenso wichtig sei wie ihre politischen Aktivitäten.
Er spornte die diplomatischen Missionen dazu an, auf eine Art und Weise in
Jordaniens starke politische Bindungen mit vielen Ländern der Welt zu
investieren, die einem Aufschwung der nationalen Wirtschaft zugute komme.
Jordanische
und irakische Geschäftsleute gründen Investment-Unternehmen mit einem
Kapital von US $ 70.4 Millionen
Jordanische
und irakische Geschäftsleute sind darin überein gekommen, ein
Joint-Investment-Unternehmen zum Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten
Irak zu gründen, sagte Khaldoun Abi Hassan, eines der Gründungsmitglieder
der Gesellschaft. Abu Hassan erklärte, die „Jordanian-Iraqi Development
and Investment Co.“ mit einem Kapital in Höhe von US $ 70.4 Millionen
werde ihren Hauptsitz in Amman haben und bald auch Büros im Irak eröffnen.
Abu Hassan sagte weiter, bei dem Investmentunternehmen, dem ersten seiner
Art seit Beendigung des Krieges, handele es sich um eine Shareholding-Gesellschaft.
Etwa 30 irakische und 40 jordanische Führungskräfte und Bankkaufleute
legten den Grundstein für dieses Unternehmen.
Mohammad
Abu Hammour, Minister für Industrie und Handel, welcher der Gründungszeremonie
der Gesellschaft beiwohnte, unterstrich die Bereitschaft der Regierung,
die notwendigen Vergünstigungen zu schaffen sowie alle administrativen
Verfahren zu erleichtern, um der Arbeit der Gesellschaft zum Erfolg zu
verhelfen. Haidar Murad, Präsident des Dachverbandes der jordanischen
Handelskammern, sagte, die Gesellschaft werde zusammen mit anderen
Institutionen der Privatwirtschaft von Projekten zum Wiederaufbau des Irak
profitieren.
Vorbereitungen
zur ersten IP-Konferenz im Gange
Jordanien
stellt sich auf die erste "Intellectual Property (IP)"-Konferenz
der Region ein, die während der zweiten Augustwoche stattfindet und mit
großen Erwartungen an ein sich ausbreitendes Bewusstsein für IP-Sicherheitsmaßnahmen
und deren Einfluss auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung
verbunden ist.
Man
erwartet, dass diverse Schlüsselorganisationen, die für ihre Rolle bei
der weltweiten Entwicklung von IP bekannt sind, die "Intellectual
Property"-Woche besuchen werden, die für den Zeitraum vom 11. bis
14. August angesetzt ist. Dazu gehören das „US Patent and Trademark
Office“, die „World Intellectual Property Organisation“ (WIPO), die
„United States Agency for International Development“ (USAID) sowie
eine Reihe lokaler und arabischer öffentlicher sowie privater
Organisationen. Nach Aussage der „Jordanian Intellectual Property
Association“ (JIPA), den Organisatoren der Veranstaltung, entspricht das
regulatorische Umfeld des Landes höchsten internationalen Standards und
ist deshalb ein Modell für die Region. Das Land hat seit seiner Aufnahme
in die Welthandelsorganisation im Jahr 2000 und nach Unterzeichnung des
Freihandelsabkommens mit den USA in 1999 große Fortschritte bei der
Unterstützung von IP-Schutzgesetzen gemacht.
EC-Delegation
betrachtet Jordanien als besten Leistungsträger der Euro-Med Partner
Die
Delegation der Europäischen Kommission (EC) in Amman veröffentlichte
ihren Jahresbericht für das Jahr 2002 und hob hervor, dass Jordanien bei
weitem der beste Leistungsträger unter den zwölf Mittelmeerländern der
Euro-Med-Partnerschaft sei. Das Königreich machte von über 67 % der zur
Verfügung gestellten Subventionen Gebrauch. Das liegt weit über der
durchschnittlichen Auszahlungsrate von
39 % für alle anderen Länder, die zum MEDA-Programm gehören, dem
Finanzinstrument der Euro-Med-Partnerschaft. Der Report bestätigte, dass
es Jordanien gelungen sei, das wirtschaftliche Wachstum trotz auswärtiger
Hiobsbotschaften, wachsender Spannungen und Unsicherheiten in der Region
auf 4.9 % pro Jahr voranzubringen. Er lobte außerdem das wirtschaftliche
Reformprogramm, das abhängig von Modernisierungen und der Förderung von
Investments ist, sowie die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen
Privatsektors, die dazu ausgerüstet ist, Nutzen aus dem
Freihandelsabkommen mit den USA und der Assoziierungsvereinbarung mit der
Europäischen Union (EU) zu ziehen und einen umfassenden Antrieb in
Richtung freier Handel und Liberalisierung zu geben.
IWF
beendet erste Nachprüfung der Stand-By-Vereinbarung Jordaniens und
bewilligt Auszahlung von US $ 30 Millionen
Der
geschäftsführende Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF)
schloss seine erste Nachprüfung über die jordanische Performance unter
einer zweijährigen Stand-By-Vereinbarung über US $ 119 Millionen ab, die
am 3. Juli 2002 abgeschlossen wurde. Dieser Beschluss befähigt Jordanien
zur Inanspruchnahme von ca. US $ 30 Millionen, was die insgesamt
unter dem Programm zur Verfügung stehende Summe auf US $ 45 Millionen erhöht.
Nach einer Pressemeldung des IWF beabsichtigt die Regierung jedoch nicht,
angesichts der Stärke der Auslandsposition des Königreichs Anspruch auf
die zur Verfügung gestellte Finanzierung zu erheben.
Indem
er die Auszahlung genehmigte, bewilligte der geschäftsführende Vorstand
des IWF auch eine Verzichtserklärung auf Nichterfüllung der
strukturellen Leistungskriterien bezüglich der Rentenreform-Strategie und
der Erwerbsunfähigkeitsrente.
Anne
Krueger, stellvertretende geschäftsführende Direktorin und amtierende
Vorsitzende, sagte "die jordanische Wirtschaft habe
in 2002 trotz des schwierigen regionalen Umfelds ausgezeichnete
Ergebnisse erzielt, und die Behörden sollten für ihr Engagement für
eine gesunde gesamtwirtschaftliche Politik und weitreichende strukturelle
Reformen gelobt werden. Der außenpolitische Sektor zeigte bemerkenswerte
Stärke und spiegelte die beharrliche Vorgehensweise der Behörden zu
strukturellen Reformen einschließlich der Liberalisierung des Handels
wider. Kontinuierliches, von Export gestütztes Wachstum wird der Schlüssel
sein, der dazu beitragen wird, den Lebensstandard und die Arbeitsplätze
zu verbessern und die Armut zu mindern.“
Investitionen
stiegen in sieben Monaten um 56 %
Das
Volumen lizenzierter Investitionsprojekte in Jordanien stieg in den ersten
sieben Monaten dieses Jahres um 56 % und erreichte JD 160 Millionen (€
192 Millionen), verglichen mit JD 91 Millionen (€ 110 Millionen) im
Vergleichszeitraum 2002. Offiziellen Statistiken zufolge lagen die
Projekte in 2003 trotz dieses Wachstums unter denen früherer Jahre wie
2000 mit einem Volumen von JD 793 Millionen (€ 955 Millionen) sowie 2001
mit einem Volumen von JD 881 Millionen (€ 1,061 Milliarden). Grund des Rückgangs
war die regionale Instabilität als Folge der Intifada und der Irak-Krieg,
der viele Investoren abschreckte. Da sich die politische Situation
verbessert hat, erholen sich allmählich die Bedingungen für
Investitionen, sagte eine informierte Quelle, die der Hoffnung Ausdruck
verlieh, dass die Investitionen Ende dieses Jahres eine Höhe von JD 500
Millionen (€ 602 Millionen) erreichen werden.
In den ersten sieben Monaten 2003 führte der Industriesektor die
Liste der Investitionsprojekte an und verzeichnete 89 % der
Gesamtinvestitionen, gefolgt vom Hotelsektor mit einem Anteil von 7 %. Der
verbleibende Betrag schließt Investitionen in den Bereichen
Landwirtschaft, Krankenhäuser, Eisenbahn, Tourismus und
Unterhaltungsindustrie ein.
S&P
erhöht trotz regionaler Spannungen Jordaniens Einstufung
Der
Rating Service von
Standard & Poor hat seine langfristige Fremdwährungs-Beurteilung von
'BB' auf 'BB-' und seine langfristige Beurteilung der Inlandswährung von
'BBB' auf 'BBB-' geändert. Gleichzeitig bestätigte Standard & Pool für
Jordanien die kurzfristige Beurteilung der Bonität von 'B' für Auslandswährung
und 'A-3' für lokale Währung. Die
Aussichten sind stabil. "Die Anhebung reflektiert den zu
erwartenden graduellen Rückgang
der allgemeinen Nettoverschuldung der Regierung auf 63.5 % des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2006 von gegenwärtig 84.5 % als Folge
einer vorteilhaften Schuldenbehandlung, Schulden-Swap-Geschäften und
eines angemessenen Finanz-Defizits", sagte Serge Ghanem, der
Darlehnsanalytiker von Standard & Poor.
Trotz
bestehender regionaler Probleme wird das Engagement der Behörden, ein
Wirtschaftswachstum von 5.5 bis 6 % in 2004 untermauern.
Die Behörden setzen sich für eine Beschleunigung struktureller
Reformen im Rahmen des Plans für eine soziale und wirtschaftliche
Umgestaltung ein. Diese Bemühungen
werden von großzügigen ausländischen Subventionen und einem stabilen währungspolitischen
Umfeld unterstützt.
IFC
und Citigroup richten in Jordanien Handelsvergünstigungen über US
$ 70 Millionen ein und investieren US $ 15 Millionen in Jordaniens
pharmazeutischen Sektor
Die
"International Finance Corporation" (IFC), der
privatwirtschaftliche Zweig der World Bank Group, und die Citigroup
unterzeichneten eine Erweiterung der Handelsvergünstigungen in Höhe von
US $ 70 Millionen, um die Finanzierung für privatwirtschaftliche
Importeure von Anlagegütern und Rohstoffen in Jordanien und dem Libanon
zur Verfügung zu stellen. Die Vergünstigung schließt vier Banken ein:
Die “Cairo Amman Bank“ und die „Export & Finance Bank“ in
Jordanien sowie zwei weitere Banken im Libanon. Die Citibank sowie die
Niederlassungen der N.A. in Jordanien und dem Libanon werden ebenfalls von
dieser Erweiterung profitieren. IFC garantiert in allen Fällen 50 % jeder
Transaktion.
Karl
Voltaire, der Geschäftsführer des globalen Finanzmarktes, sagte: „Diese
Vergünstigung erhöht die Verfügbarkeit der Außenhandelsfinanzierung für
Importeure in der Region des Nahen Ostens, indem sie die Landeshöchstbeträge
unterstützt, die kommerziellen Banken zur Verfügung stehen, die gegenwärtig
in Jordanien und dem Libanon tätig sind. Sie wird dazu beitragen, das
Niveau des Handels-Finanzflusses zum privaten Sektor in Jordanien und dem
Libanon in Zeiten aufrecht zu erhalten, in denen eine solche Finanzierung
benötigt wird.“
IFC
hat außerdem eine Vereinbarung zur Bereitstellung eines Firmendarlehens
über US $ 15 Millionen unterzeichnet, der die Expansion der Hikma-Gruppe
unterstützen soll, einem pharmazeutischen Unternehmen mit Hauptsitz in
Jordanien. Die Transaktion wird dazu beitragen, eine Reihe laufender
Projekte von Hikma zu finanzieren, einschließlich der Steigerung der
Produktion und R&D-Einrichtungen in Jordanien, dem Bau einer neuen
Anlage in Algerien sowie die
Erweiterung der Produktionsstätten auf Portugal. Das Projekt wird durch
Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit einer der wenigen jordanischen
globalen Mitspieler einen starken Einfluss auf das Wachstum haben und zum
Wachstum des jordanischen pharmazeutischen Sektors beitragen, einem
Hauptmitwirkenden an
den Exporten des Landes.
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