Der König eröffnet “Free
Media City”
Seine Majestät König Abdullah II eröffnete Ende März 2002
die „Free Media City Company“, die der freien Medien Zone als
Mittelpunkt dienen soll. Ein mehrere Millionen Dollar starkes Unternehmen,
das gemeinsam von der jordanischen Regierung und der „Dalleh Media
Production Company“ unterhalten wird, ist Teil von König Abdullah’ s
Bemühungen, Jordaniens regionale Medienfähigkeit zu entwickeln und hilft
Arbeitsplätze zu schaffen. Das „Media City Company-Projekt“ kostet
rund 165 Millionen Euro, von denen allein 32,5 Millionen für die
Markteinführung ausgegeben wurden. Die Firma wird für Investitionen im
Media Service verantwortlich sein, einschließlich Produktion,
Fernsehstudios, Sendestationen, Bereitstellung von Internet Service und
Verteilung der verschlüsselten digitalen Kanäle. Die Gesellschaft hofft,
eines der führenden Zentren in der arabischen Welt zu werden, in dem sie
modernes Fernsehen und Dienstleistungen im Medienbereich anbietet. Der
Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, ebenfalls Präsident der in Rom ansässigen
„Arab Radio and Television (ART) Company“, sagte, seine Firma folge
der Einladung Seiner Majestät König Abdullahs in Jordaniens
Medienbereich zu investieren. Er fügte hinzu, dass das Projekt Jordaniens Vertrauen in
sein Arbeitskräftepotential, als eine wichtige und grundlegende Kraft
nach Entwicklung und Fortschritt widerspiegelt.
Finanzminister:
5 % Wachstum für 2002 erwartet
Finanzminister Michael Marto äußerte, das die jordanische
Wirtschaft in 2001 eine positive Leistung erzielt hat, wobei das
Wachstumsverhältnis 4,2 % erreichte
und die Exporte um 25 % stiegen. In diesem Jahr wird ein Wachstum von mehr
als 5 % bei einer Inflation von 3,5% erwartet. Er sagte, dass Jordanien im
Begriff ist ein neues Wirtschaftsreform-Programm für den Zeitraum von
zwei Jahren durchzuführen. Zurzeit werden Verhandlungen mit der Weltbank
geführt, um eine Einigung über den allgemeinen Rahmen dieses Programms
zu erreichen. Marto
erklärte, dass diese Maßnahme unbedingt erforderlich ist, um Jordanien
bei den Rückzahlungsmodalitäten externer Schulden zu helfen, worüber im
kommenden Juli im Paris Club gesprochen wird. Die Finanzpolitik der Regierung zielt darauf ab, das Haushaltsdefizit zu
verringern und demzufolge auch die Inlands- und Auslandsschulden im Verhältnis
zum Bruttoinlandsprodukt, fügte er hinzu. Marto betonte, dass das
Haushaltsdefizit, die Ausgaben für soziale und wirtschaftliche Reformpläne
eingeschlossen, 4,1 % erreichen wird.
Bemühungen
im Tourismusbereich zahlen sich aus
Jordaniens Touristiksektor war auf der Internationalen
Tourismusbörse (ITB) Berlin 2002 stark vertreten mit dem Ziel den
Fremdenverkehr wieder zu beleben besonders nach den Angriffen vom 11.
September und der steigenden Gewalt in den Palästinensergebieten. Der
Minister für Tourismus und Altertümer, Taleb Rifai,
äußerte, dass Jordaniens jüngste Teilnahme an der ITB neue Kanäle zu
ausländischen Partnern öffnete, die alle bestrebt sind, die Rezession im
globalen Tourismus zu überwinden. Die meisten Teilnehmer kamen nach Jordanien mit Verträgen
zurück, um an der Planung von Gruppenpauschalreisen mit europäischen
Partnern zu arbeiten, sagte Rifai. Nach Äußerung des Generaldirektors von
Jordaniens
Fremdenverkehrsverband,
Marwan Khoury, fielen die Ergebnisse besser aus als erwartet. Khoury
betonte, dass einige Medienberichte einen falschen Eindruck über den
Nahen Osten erweckten, die Intifada und die damit verbundene Gewalt hätte
sich auf Jordanien ausgeweitet.
Die Region des Nahen Ostens
erlitt den größten Verlust im Tourismusbereich, mit einem Rückgang von
30 % im letzten Quartal 2001. Was die internationalen Fluggastzahlen
betrifft, dem größten Anteil des Auslandsmarktes, erging es Jordanien
mit nur 11 % Einbuße etwas besser als den Partnern in der Region.
Die Zeichen der Erholung werden veranschaulicht in einem Anstieg der
Passagiere nach Jordanien, in neuen Geschäftsabschlüssen mit ausländischen
Unternehmern und mehr seefahrenden Touristen, die im Hafen des
Badeortes Aqaba ankommen. Die
Lufthansa brachte die Zahl
ihrer wöchentlichen Flüge fast auf den Stand vor dem 11. September zurück.
Nach offiziellen Lufthansaangaben aus Amman, sind im April 40 Gruppenreisen
mit Ankunft in Amman registriert. Man sagte jedoch auch, dass die
regionale Situation sich auf die Buchungen störend auswirkt. Auch die KLM
hat die Flugfrequenz erhöht,
um Passagiere anderer Fluggesellschaften unterzubringen, die nicht regelmäßig
nach Jordanien fliegen. Ferner konnte die „Royal
Jordanian Airlines“ im Februar eine bemerkenswerte Erholung aufweisen. Aqaba,
Jordaniens alleiniger Seezugang, erfreut sich steigender touristischer
Aktivität. Nach Ansicht eines ASEZ-Mitarbeiters zeigten die Buchungen der
europäischen Reiseveranstalter 4.000 bis 5.000 Kreuzfahrtpassagiere, die
in Aqaba im März, April und Mai von Bord gehen.
Aqaba’ s Zukunft reich an guten Investitionsmöglichkeiten
Die jordanische Regierung sieht in Kürze dem Abschluss eines
Vertrages mit einer Firma entgegen, die an der Entwicklung der
Aqaba-Region interessiert ist. Sie wird nach Aussage des Staatsministers
und Ministers für Volkswirtschaft, Mohammad Halaiqa, Maßnahmen durchführen,
um Hindernisse bei den hiesigen und ausländischen Investitionen zu
beseitigen.
Er sagte, ausgehend von der
Leistung der „Aqaba
Special Economic Zone“ (ASEZ), dass Aqaba’ s Zukunft
Investoren eine Vielzahl von
Möglichkeiten in Industrie- und Tourismusprojekten der Hafenstadt bieten
wird. Sie sind an die Bedingung gebunden, dort neue
Arbeitsplätze zu schaffen und einträgliche Steuereinnahmen für das
Finanzministerium zu sichern. Der Minister gab jedoch den Namen der Firma
nicht bekannt. Die ASEZ erwartet in den nächsten 20 Jahren einen
Investitionszufluss von 6.5 Milliarden Euro und einen Zuwachs von 70.000
Stellen.
EU
bewilligt Jordanien 20 Millionen Euro für die Unterstützung von Reformen
Jordanien und die Europäische Union (EU) unterzeichneten
Mitte April ein Abkommen über 20 Millionen Euro zur Finanzierung
des „Support Regulatory Reform Program“ (SRRP ). Von diesem
Reformprogramm erwartet man die Partnerschaft zwischen öffentlichen und
privaten Sektoren zu stärken, ein attraktives Investitionsklima zu
entwickeln und von europäischer Expertise zu profitieren. Der
Minister für Planung, Dr. Bassem Awadallah, sagte, das
Programm würde die Regierungsbemühung erhöhen, ein
Wirtschaftsreform-Programm einzuführen, welches die Rolle des privaten
Sektors stärkt. Das Programm sollte im Zusammenhang mit dem Prozess der
Wirtschaftsentwicklung bahnbrechend sein. Geschäftsleute werden ermutigt
in den Dienstleistungsbereich zu investieren, in Bereiche wie
Telekommunikation, Post, Elektrizität und Transport, sagte Dr. Awadallah.
Wasser
Workshop prüft die Aussichten privater Investitionen
Das
Ministerium für Wasser und Bewässerung
(MWI) hielt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Amman ein Seminar zum Thema
Wasserprojekte ab, um die Aussichten des privaten Investitionssektors zu
prüfen. Der Erfolg der LEMA Gesellschaft im Wasservertriebsmanagement im
Großraum Amman ermutigt das Ministerium weitere Investoren mit ähnlichen
Projekten für die nördliche Region zu gewinnen, zu einem späteren
Zeitpunkt für die übrigen Verwaltungsbezirke. LEMA,
ein französisch-jordanisches Unternehmen, übernahm das Management von
Ammans Wasservertriebssystem 1999. Privatinvestoren werden eingeladen sich
an Projekten zu beteiligen, die Khirbet Al Samra Kläranlage sowie das
Wasser Management und die sanitären Anlagen in Irbid, Ajloun, Jerash und
Mafraq eingeschlossen. Voraussichtlicher Beginn Ende 2003. MWI wird außerdem
Angebote einholen, um die „Aqaba Water Company“ im gleichen Zeitraum
zu gründen.
int@j
entdeckt neue Grenzen auf der CeBIT
Die
„Information Technology Association – Jordan“ (int@j) beendete
ihre 8-tägige Teilnahme an der CeBIT 2002, die im letzten Monat in
Hannover stattfand. Das Öffnen neuer Verbindungen in der Zusammenarbeit zwischen Jordanien,
Deutschland und anderen Ländern ebenso wie die Schaffung zukünftiger
Geschäftsmöglichkeiten für jordanische Firmen waren die wichtigsten
Ergebnisse von int@j’s Teilnahme an der CeBIT.
Herausgegeben
von der Wirtschaftsabteilung der Jordanischen Botschaft |