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Weltwirtschaftsforum
beruft „Global Reconciliation Summit“ in Jordanien ein
Mehr
als 1.500 Führungspersönlichkeiten aus der Geschäftswelt, der Politik
und der bürgerlichen Gesellschaft trafen sich vom 21. bis 23. Juni 2003
in Jordanien zum „Global Reconciliation Summit of the World Economic
Forum“ (WEF), für den König Abdullah II die Gastgeberrolle übernommen
hatte. Das Forum, das unter dem Thema “Visionen für eine gemeinsame
Zukunft” stand, hat sich der Zukunft der Region sowie ihrer sozialen,
politischen und wirtschaftlichen Erneuerung verpflichtet. Im Verlauf des
dreitägigen Treffens hatten die Teilnehmer die einmalige Chance zur
Zusammenarbeit, um den wirtschaftlichen Wohlstand und die soziale
Entwicklung in der Region zu steigern. Im Vordergrund der Diskussionen
stand eine Analyse der nötigen Reformen, welche die Notwendigkeit zur
Verbesserung des Wettbewerbs einschließen, und die bessere Konditionen für ausländische Investitionen schaffen
und den freien Handel fördern.
König
Abdullah II betonte in seiner Hauptrede anlässlich der Eröffnungsveranstaltung
des WEF, dass Wohlstand in keinem Land und in keiner Region in Isolation
erreicht werden könne, und rief die Teilnehmer des außerordentlichen jährlichen
Treffens dazu auf, echte Partnerschaft zu übernehmen, die auf gemeinsamen
Werten und Schicksalen beruht, um die humane Entwicklung zu erreichen, die
auf gegenseitigem Respekt und echten Dialogen beruht.
Der
König drängte Palästinenser, Israelis und die Internationale
Gemeinschaft, den Kurs für einen Frieden im Nahen Osten beizubehalten:
„Die Freunde des Friedens innerhalb der Region und auf der ganzen Welt müssen
diesen Kurs beibehalten“. Er unterstrich, dass die „überwiegende
Mehrheit“ der Araber und Israelis den Frieden wünscht, den „Extremisten“
zu unterminieren versuchen.
In
seinen Eröffnungsbemerkungen stellte der deutsche Bundespräsident
Johannes Rau die „C100 Initiative“ vor – eine beratende Versammlung
von politischen, religiösen, akademischen und künstlerischen Führungspersönlichkeiten
sowie Persönlichkeiten aus der Geschäftswelt, die sich für eine Förderung
des Dialogs der Kulturen engagieren. WEF-Präsident Professor Klaus Schwab
sagte, dass “der Global Reconciliation Summit“ in Jordanien Teil der
fortgesetzten und langfristigen Bemühungen des Forums ist, zum Frieden
und zur Sicherheit im Nahen Osten beizutragen. Wir sind an einem
historischen Punkt für den Nahen Osten angekommen, der große Chancen
inmitten von stets gegenwärtigen Risiken bietet“.
Während
des Forums lancierte König Abdullah ein Pilot-Erziehungsprojekt. Die
„Jordan Education Initiative” wird Führungspersönlichkeiten aus dem
IT-Bereich und der Telecom-Industrie mit ihren jordanischen Kollegen
zusammen bringen, um das Projekt zu einzurichten, das zur Verbesserung der
Bildung im Königreich entworfen wurde. Jordanien wurde als Pilot-Projektland
für die Durchführung des ehrgeizigen Projekts ausgewählt, welches das
effektive „e-learning“ der Bevölkerung fördern soll. Der König
stellte fest, dass die Initiative, falls sie erfolgreich ist, den ersten
Schritt zur Umgestaltung der Telekommunikationsindustrie und
Informationstechnologie zu benachbarten Ländern sein wird und
insbesondere die Schaffung eines idealen Umfelds garantiert, das der
Weiterentwicklung menschlicher Arbeitskraft dient und die Bereitstellung
qualifizierten Personals fördert. Der Präsident des WEF, Schwab,
seinerseits sagte, es bestehe Vertrauen in die Koordination und
Kooperationsbereitschaft unter den verschiedenen teilnehmenden Parteien
aus dem Bildungsbereich. Schwab versicherte, dass eine solche Initiative
zweifellos eine bessere und vielversprechendere Zukunft für kommende
Generationen aufbauen werde.
Ein
weiteres wichtiges Thema, das von dem Forum aufgegriffen wurde, befasste
sich mit dem Bau eines Kanals entlang der jordanisch-israelischen Grenze,
der Wasser aus dem Roten Meer ins Tote Meer leiten soll. Dadurch soll das
Tote Meer vor der völligen Verdunstung bewahrt und dem Land eine
Umweltkatastrophe erspart werden. Während des Forums stimmten jordanische,
palästinensische und israelische Offizielle grundsätzlich den
Richtlinien einer von der Weltbank durchgeführten sozialen sowie
umweltbedingten Wirtschaftlichkeitsstudie über dieses Projekt zu. Sie
diskutierten außerdem zukünftige Pläne zur Durchführung der Initiative
„Protection of the Dead Sea“. Umweltexperten haben wiederholt vor der
raschen Senkung des Wasserspiegels des Toten Meeres gewarnt, der eine
Folge der Umleitung des Jordans für Bewässerungszwecke ist.
Aqaba
Gipfel setzt ASEZ auf die Weltkarte
Die
Augen der Welt waren am 4. Juni 2003 auf Aqaba gerichtet, als Seine Majestät
König Abdullah die Gastgeberrolle für einen Drei-Parteien-Gipfel
zwischen US-Präsident George W. Bush, dem palästinensischen Ministerpräsident
Mahmoud Abbas und dem israelischen Premierminister Ariel Sharon übernahm.
Als sich Top-Reporter in der Stadt am Roten Meer versammelten, hielt die
Welt in Erwartung der Ergebnisse des Aqaba-Gipfels den Atem an. Der Gipfel
wurde als entscheidender Schritt in Richtung Durchführung und Nachfolge
der international gestützten „Road Map“ zum Frieden im Nahen Osten
angesehen. Der Gipfel endete mit Zusicherungen, die Gewalt zu beenden und
die israelischen „nicht autorisierten Außenposten“ in der Westbank zu
räumen.
Akel
Biltaji, der Hauptbevollmächtigte der ASEZA, bemerkte, dass Aqaba immer
ein sicherer Hafen für Touristen sein werde. „Es ist keine zufällige
Wahl“, sagte Biltaji. „Der Gipfel wurde wegen der erfreulich
entspannten Atmosphäre hier abgehalten.“
Spendensammlung
für die Erneuerung des Trinkwassernetzes in
Humeimah
Anlässlich
eines Besuches im Bundesland Baden-Württemberg am 26. und 27. Juni traf
der Botschafter von Jordanien, Dr. Saleh Rusheidat, Herrn Ulrich Müller,
Minister für Umwelt und Verkehr, und Gräfin Sonja Bernadotte, Geschäftsführerin
der Mainau GmbH, um die Spendenaktion auf der Insel Mainau zur Unterstützung
des Projekts „Humeimah Trinkwassernetz-Sanierung“ zu besprechen.
Der
Botschafter übermittelte den aufrichtigen Dank der jordanischen Regierung
an das Ministerium für Umwelt und Verkehr des Landes Baden-Württemberg
sowie an Gräfin Sonja Bernadotte für die Lancierung der Spendenaktion für
das Humeimah-Wasserprojekt in Verbindung mit dem „UNO-Jahr des Wassers“.
Es werden Spendengelder in Höhe von € 120.000 erwartet, die die Kosten
für die Erneuerung des Trinkwassernetzes in dem Dorf Humeimah im Süden
Jordaniens decken. Außerdem nahm Dr. Rusheidat an der Eröffnung der
Ausstellung „Wasser ist Zukunft“ auf der Insel Mainau teil.
Konferenz
betont “Amman, das Tor zu Bagdad”
Das
Konzept “Amman, das Tor zu Bagdad“ wurde hervorgehoben, als Delegierte
aus den USA, Australien, Indien, China, Japan, der EU und arabischen Ländern
sich anlässlich der „Doing Business in Iraq“-Konferenz in Amman
trafen.
Die
Konferenz, die vorhandene Geschäftsmöglichkeiten im Irak untersuchte,
empfahl, dass der jordanische Privatsektor große Schritte unternehmen
solle, um sich beim Wiederaufbau des Irak einen angemessenen Anteil zu
sichern. Während der Konferenz sagte Salah Bashir, Minister für
Industrie und Handel, Jordanien sei für eine Beteiligung gut positioniert,
und zwar über die Lieferung eines Großteils der Waren hinaus, die die
Iraker benötigen. “Wir streben außerdem langfristige Partnerschaften,
gemeinsame Unternehmen und langfristige Investitionen mit dem irakischen
Privatsektor an“, bemerkte er.
Jordanische
Firmen bereiten sich darauf vor, am Wiederaufbau des Irak teilzunehmen,
entweder als Subunternehmer amerikanischer Firmen, die im Land arbeiten,
oder als Exporteure und Lieferer von Waren und Dienstleistungen für den
irakischen Markt. Einige denken daran, Joint-Venture-Partnerschaften mit
dem irakischen Privatsektor einzugehen. Jordanien und der Irak haben
starke wirtschaftliche Bindungen. Irak ist Jordaniens wichtigster
Handelspartner. Inzwischen haben jordanische und irakische Geschäftsleute
die Gründung eines gemeinsamen Unternehmensrates zur Förderung direkter
Beziehungen untereinander vereinbart. Die Vereinbarung wurde von der
„Jordanian Businessmen Association“ (JBA) und der „Iraqi Businessmen
Association“ (IBA) anlässlich eines Treffens zwischen Geschäftsleuten
aus beiden Ländern unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist, jordanischen
und irakischen Geschäftsleuten Handels- und Investmentmöglichkeiten
vorzustellen, die in Jordanien und dem Irak zur Verfügung stehen.
Wachstum
während des ersten Quartals besser als erwartet
Laut
Planungsminister Dr. Bassem Awadallah führten Unsicherheit und Besorgnis
auf Grund des Krieges in Irak im ersten Quartal dieses Jahres zu dem
niedrigsten realen Wachstum der einheimischen Wirtschaft seit vier Jahren.
Während der ersten drei Monate dieses Jahres erreichte die jordanische
Wirtschaft eine Wachstumsrate von 2.8 % bei festen Preisen und von 3.9 %
bei Tagespreisen im Vergleich zu 4.3 % beziehungsweise 5.5 % zum
Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Der Minister stellte fest, dass
diese mäßigen Ergebnisse besser als erwartet ausgefallen sind. „Vor
einigen Wochen erwarteten internationale Institutionen wie etwa die
Weltbank nicht, dass die einheimische Wirtschaft in diesem Jahr ein
erkennbares Wachstum verzeichnen würde“, sagte er.
Ministerium
für Wasser und Bewässerung unterzeichnet Abkommen für geplantes $ 52
Millionen 5-Sterne-Hotel am Toten Meer
Der
Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Hazim El-Naser, unterzeichnete
eine Vereinbarung mit der arabischen „Sharm Investment Company“ von
Jordanien, einer Tochtergesellschaft der in Kairo ansässigen „Sharm
Investment“-Gruppe, zur Entwicklung eines luxuriösen 5-Sterne-Hotels
und Kurort-Komplexes. Diese Vereinbarung ist in diesem Jahr die zweite
ihrer Art, die unterzeichnet wurde. Die erste war eine Vereinbarung in Höhe
von $ 60 Millionen für ein 5-Sterne-Ressort am Toten Meer, verbunden mit
der „Belavista Overseas Investment Corporation“. Laut Dr. El-Naser
werden bis zum Jahre 2010 $ 1.4 Milliarden rund um das Tote Meer
investiert.
JIB
bietet Investoren neuen Service
Das
“Jordan Investment Board” (JIB) hat ein neues digitales System eingeführt,
das sämtliche Steuer- und Zollbefreiungen kategorisiert, die Investoren
angeboten werden. Das elektronische System basiert auf dem internationalen
HS-Code und listet sämtliche Anlagen und Maschinerien auf, die von dem
„Investment Promotion Law“ aus dem Jahr 1995 abdeckt werden. Laut Reem
Badran, Generaldirektorin des JIB, wird der neue Service für Investoren
auf einer CD angeboten und ist Teil der Bemühungen des JIB, Geschäftsleuten
und Investoren den best möglichen Service zur Erleichterung ihrer Büroarbeit
zu bieten.
1.3
Millionen Wähler wählten das neue Parlament
Nach
offiziellen Angaben wählten am 17. Juni rund 1.3 Millionen Jordanier 110
Vertreter in das 14. Unterhaus des jordanischen Parlaments, wobei unabhängige
Kandidaten die Mehrheit der Sitze errangen.
Die Wähler, die ihre Stimme abgaben, machten 58.8 % der
Wahlberechtigten aus.
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